| Kräftemessen am Kochtopf
war gestern in der Fürstenbergschule
angesagt. Schälen, schnippeln, schneiden, quirlen, brutzeln, rühren
- wie bei Biolek ging's in der Küche der Schule zu. Zwei Stunden wurden
vier Mädels der münsterischen Hauptschule und einem Quartett vom
Gymnasium Nepomucenum aus Coesfeld eingeräumt, um jeweils ein dreigängiges
Menü auf den Jury-Tisch zu bringen. Da wurde konzentriert mit flinken Fingern um die Wette gekocht, um beim Kochduell im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs Erdgaspokal der Schülerköche der Jury ein "Mmmh" zu entlocken. Schnell machte sich eine Duftwolke breit, die das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ, als die Münster-Mädels Irina Rode, Kristina Schefer, Anastasia Voropaeva und Julia Konnov ans Werk gingen. Brokkolicremesuppe mit Sahnetupfern und gerösteten Mandelblättchen hatten sie als Vorspeise kredenzt. Rinderrouladen mit Pilzen, Herzoginnen-Kartoffeln und Rosenkohl gab's als Hauptgang, bevor das Ganze mit einem Apfel-Amarettini-Becher abgerundet wurde. Die Konkurrenz aus Coesfeld verwöhnte dagegen die Gaumen mit Blumenkohlsuppe mit Käse-Klößchen, gefüllter Hähnchenbrust mit Bulgurtürmchen und zum Dessert mit "Leckermäulchen" (Joghurt mit Marzipan und Aprikosen) - und fuhr damit 110 Punkte ein. Die Münsteraner erhielten 99 von 120 möglichen Punkten und landen damit von sieben im Münsterland angetretenen Kochgruppen auf Platz drei. 120 Minuten Zeit hatten die Teams für das spannende Kochduell, das vor Ort von den Stadtwerken Coesfeld (Ludger Waltering) und den Stadtwerken Münster (Susanne Hartmann) als Veranstalter betreut wurde. Das pfiffige Outfit erhielten sie vom Veranstalter und sahen dabei wie richtige Kochprofis aus, in ihren Kochmützen, Schürzen, T-Shirts und gelben Halstüchern. Cornelia Sandgathe von der Fürstenbergschule hielt sich vornehm zurück und war nicht weniger aufgeregt als ihre Schülerinnen. "Ich habe sie im Hauswirtschaftsunterricht erlebt und war begeistert", erzählt die Lehrerin. "Sie arbeiten Hand in Hand und sind ein harmonisches Team." Eine lange Liste an Kriterien hatte der Juror vom Köcheclub Münsterland, Hermann-Joef Döink, bei der duftenden Aktion stets im Blick. Ob Materialverwertung, Handhabung, Hygiene, Geschmack, Konsistenz, Kreativität oder Tischgestaltung - alles spielte eine Rolle, wenn man nichts anbrennen lassen wollte. |
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Artikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 27.11.2007 |
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